Warenkunde
Antipasti aus Apulien

Antipasti heißt wörtlich „vor der Mahlzeit“. In Apulien ist das selten eine Platte mit abgepackter Ware, sondern eine kleine Auswahl aus drei Richtungen: etwas Gebackenes, etwas Eingelegtes, etwas Milchiges.
Die drei Bausteine
- Herzhaftes Gebäck
- Taralli und Tarallini aus Hartweizengrieß, Weißwein und Olivenöl. Sie sind trocken und salzig und bilden die Grundlage, auf die alles andere gelegt wird.
- Eingelegtes Gemuse
- Getrocknete Tomaten in Ol, gegrillte Auberginen, Lampascioni, schwarze Oliven aus Cerignola. Sie bringen Säure und schneiden durch das Fett.
- Frischer Käse
- Burrata, Stracciatella, junger Ricotta. Cremig, mild, und der Gegenpol zum Trockenen.
Worauf man beim Kaufen achtet
- Die Zutatenliste beim Gebäck. Vier bis fünf Positionen sind gut: Hartweizengrieß, Weißwein, natives Olivenöl extra, Salz, Gewürz. Stehen dort „pflanzliche Öle“, Palmfett oder Aromen, ist es Industrieware.
- Das Öl beim Eingelegten. Sonnenblumenöl ist billiger und schmeckt nach nichts. Steht „in Olivenöl“, lohnt sich der Aufpreis wirklich.
- Das Datum beim Käse. Burrata ist ein Frischprodukt: alles über drei bis vier Tage ab Herstellung ist Verschwendung.
Wie man zusammenstellt
Eine Faustregel, die immer funktioniert: etwas Trockenes, etwas Saures, etwas Cremiges, und nicht mehr als fünf Dinge auf dem Brett. Wer zehn Sorten auflegt, schmeckt am Ende keine davon.
Dazu ein trockener Weißwein, oder in Apulien auch ein leichter Rotwein gekühlt. Bier funktioniert entgegen der Erwartung ebenfalls gut, besonders zu Fenchel-Taralli.
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